TOSKANA 2006
Im Sommer 2006 konnten wir leider nicht, wie sonst immer, auf eine dreiwöchige Sommerfahrt gehen. Der Ersatz dafür war aber nicht weniger erlebnisreich: unsere zweiwöchige Herbstfahrt in die Toskana! In den zwei Wochen führte uns unser Weg von Siena nach Florenz.
Hier ein paar Auszüge aus der laaangen Fahrtenchronik:
PfadzeitMo02102006:1445 (Robert)
Hallo, ich bin der Robert und sitze hier auf so 'nem Berg und schreibe euch, was
wir heute alles erlebt haben. Also, heute Abend schreibe ich euch nochmal was,
damit das klar ist. Heute Morgen sind wir um 7:50 aufgestanden und haben erstmal
gefrühstückt mit Kaffee und SELBSTGEMACHTEM Pfefferminztee. Max hat sie übrigens
selbst gepflückt (die Pfefferminze). Dann waren mampf, J-Lu und miri und ich
Wasser holen. Dann wurde nur noch gespült und wir sind losgewandert. Wir sind
zwischendurch an einem "Castello" vorbeigekommen, worüber groggy uns etwas
erzählt hat. Nach einigen Kilometern haben wir dann noch einen Stop gemacht
(neben einem heruntergekommenen Friedhof mit WASSER). Dort haben wir eine fette
Wasserschlacht gemacht und haben Schokolade gegessen. Der nächste Stop war
irgendein Berg, wo wir zwei Schlangen gesehen haben. Ganz oben haben wir dann
Rast gemacht und hier oben schreibe ich übrigens.

PfadzeitDi03102006:0922 (Robert) Ich schreibe immer noch, weil es mir so Spaß macht. Gestern war ein sehr abenteuerlicher und anstrengender Tag. Wir sind nämlich ahnungslos in irgendeinen Wald den Berg hoch gelaufen und haben dort erstmal eine von Jugendlichen gebaute Falle aktiviert und Jan wurde beinahe von Wildschweinen überrannt. Eigentlich wollten wir nur von diesem Berg runter! Als wir die Falle und die Wildschweine überlebt haben, sind wir durch ein cooooles, ausgetrocknetes Flussbett gelaufen und sind dann irgendwann auch runter von dem Berg gekommen. Dann waren wir nur noch Wasser holen und haben uns einen Lagerplatz gesucht.
PfadzeitSa07102006:2347 (atlas)
[...] Nach ein paar Stündchen des emsigen Wanderns machten wir uns bei leichtem
Regen, der umso leichter als nichtig abgetan wurde, in der Mitte eines
Olivenhaines Mittagspause. Mit dem Verstreichen der Minuten wurde auch der Regen
stärker und wir machten uns auf, im nahen Walde eine Ponchokonstruktion zu
errichten, unter der wir dann auch Unterkunft suchten und unser Mittagessen
einnahmen. Doch zu unseren Ungunsten nahm der Regen immer weiter zu und
prasselte immer heftiger auf unser Ponchodach. In letzter Not zogen reni und
ich, wir, die wir uns noch am ehesten mit den Einheimischen verständigen
könnten, los, um für den weiteren Verlauf des Tages ein trockenes Plätzchen zu
finden, da bei dem mittlerweile aufgezogenen Gewitter das Wandern doch etwas
heikel geworden wäre. Wir fragten in der nahegelegenen Kirche nach, doch die war
augenscheinlich zu klein, um uns alle aufzunehmen. Der nette Herr, der dort
unsere Fragen beantwortete, schickte uns ins nächste Restaurant. Dort war genug
Platz für uns alle und reni und ich traten ein. Wir fragten den Mann, den wir
zunächst für den Besitzer hielten, ob wir alle hier bleiben könnten. Die
Kommunikation war sehr schwierig, weil er uns offensichtlich nicht verstand.
Nachdem wir seinem Angebot, ein Glas Wein mitzutrinken, nachgekommen waren, war
die Sache noch ein paar Fragen und Bitten später geklärt. reni und ich eilten
also durch den strömenden Regen zurück zu den Anderen und erzählten von der
glücklichen Wendung des Schicksals. So gingen wir alle zusammen zum Restaurant
zurück (mit Gepäck, ohne Ponchos) und machten es uns dort erstmal gemütlich.
reni und ich nahmen drinnen bei den Beiden Platz, mit denen wir zuerst
gesprochen hatten. Sie stellten sich als die Brüder Claudio und Tiziano heraus.
Zudem trafen wir bei ihnen auch den Deutschen Florian und seine Frau an. Sie
halfen uns beim Übersetzen, weil sie fließend Italienisch sprachen. Ansonsten
verständigten wir uns mit einem Mischmasch aus Spanisch und Französisch. Wir
unterhielten uns und blieben trotz der unerfreuten Miene des Wirtes was
länger... Als das Wetter dann langsam besser wurde, entschieden wir uns, in die
nächste Stadt zu laufen und dort in einer Kirche zu schlafen. Das lief dann
leider nich so glatt wie wir dachten. reni und ich spielten wieder die
Vermittler. Nach einigem Hin und Her landeten wir in der nächsten Jugendherberge
und mussten 50 Ocken für die Nacht blechen. Wir schliefen im Essensraum und
mussten um 7:20 weg sein. Allerdings haben Jan, mücke und ide am Abend noch
Pizza gekauft, lecker lecker! Dann haben wir uns noch gewaschen und sind
schlafen gegangen.
